Der Erste Camping-Kurztrip

Manchmal muss man auch mal etwas Neues ausprobieren! Gesagt, getan, letztes Wochenende waren wir das erste Mal mit dem Familiencamper, einem Knaus Boxstar 630, am nicht weit entfernten Ederstausee. Schon die ersten 10 Minuten beim Beladen haben gezeigt, das ein Camper keine Ferienwohnung ist. Wo verstaue ich meine Taschen, warum hat der Kühlschrank nicht genug Platz für unsere Getränke, Bett und Handtücher gibt es auch nicht. Also alles auf Anfang und mal ein wenig planen.
Als dann alles Wichtige verstaut, die Weinflaschen im Kühlschrank ihren Platz gefunden haben und auch endlich das Bett bezogen war, ging es los.
Das erste Problem trat schon nach gut 10 km auf. Mein iPhone, das eigentlich in Verbindung mit meinem Ford C-Max gute Dienste leistet, hatte keine Lust auf Apple CarPlay. Regelmäßig stürzte die Navigation ab und verlor die Route. iPhone vom Kabel getrennt und zack lief die verbaute Panasonic-Navigation ohne Problem und brachte uns auf direktem Wege zum Campingplatz Affolderner See.
Mein erster Kontakt mit einem Campingplatzbetreiber verlief einfacher wie erwartet. Das nach dem Rundgang ausgesuchte Nachtquartier war schnell bezogen. Der Boxstar lies sich trotz seiner Länge von fast 6.50 m super easy Rückwärts in seine Parkposition navigieren. Das erste Käffchen vom Gaskocher und ein kleines Stückchen Kuchen gaben die Kraft für einen kurzen Ausflug an die nahe gelegenen Eder-Staumauer. Aus kurz wurde lang, nach 50 Minuten waren wir an der langen ersehnten Staumauer angekommen. Schon beim ersten Blick zeigte sich, da wo mal Wasser war, war jetzt keins mehr. Mit einer Füllung von 11 % (Edersee Webseite) sah der Ederstausee eher wie der Fischteich im hiesigen Ort aus. Corona sei Dank war es im Restaurant „Zur Kaiserbuche“ Besuchermäßig sehr überschaubar. Nach einem Kaffee und einigen Chicken Nuggets ging es zurück auf den Campingplatz. Regelmäßig wurden wir von einer Draisine überholt welche die Motivation zu laufen auf ein minimum reduzierte.

Später am Abend standen wir vor einer weiteren Aufgabe, Nudeln mit Tomatensoße und einem Salat, welche im normalen Haushalt eine Kleinigkeit wäre, sind in einem Camper trotz 2 Gasflammen eine Herausforderung. Den Abend zusammengefasst, die Töpfe sind sauber, der Camper noch heile und wir konnten ohne schlechtes Gewissen schlafen gehen.

Ein Sonntag morgen der sich fast schon anfühlt wie 100-mal durchgemacht. Brot, frisch gekochte Eier und gekochtes Mett vom Bauer nebenan. Eines hat sich, auch wenn wir nur eine Nacht unterwegs waren, gezeigt: Ein Ausflug mit den Camper ist nicht ohne gute Vorbereitungen durchführbar.

Aktuell sind wir auf der Suche nach schönen Plätzen, die man mit einem Camper anfahren kann. Schreibt doch einfach eure Lieblingsplätze in die Kommentare.

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